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	<title>ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</title>
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	<description>Zenralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</description>
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	<title>ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</title>
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	<item>
		<title>Tarifverhandlungen Seehäfen: ZDS hat zwei Angebotsvarianten vorgelegt – ver.di stellt Mitgliedern nur 12-Monats-Variante zur Abstimmung.</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/09/10/tarifverhandlungen-seehaefen-zds-hat-zwei-angebotsvarianten-vorgelegt-ver-di-stellt-mitgliedern-nur-12-monats-variante-zur-abstimmung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennart Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2026 11:57:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Arbeitgeber erwarten einen transparenten Abstimmungsprozess nach der vierten Verhandlungsrunde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/09/10/tarifverhandlungen-seehaefen-zds-hat-zwei-angebotsvarianten-vorgelegt-ver-di-stellt-mitgliedern-nur-12-monats-variante-zur-abstimmung/">Tarifverhandlungen Seehäfen: ZDS hat zwei Angebotsvarianten vorgelegt – ver.di stellt Mitgliedern nur 12-Monats-Variante zur Abstimmung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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<p><strong>Lennart Albrecht</strong><br>Referent Kommunikation</p>



<p>Tel. +49 172 614 23 61<br><a href="mailto:lennart.albrecht@zds-seehaefen.de">lennart.albrecht@zds-seehaefen.de</a></p>
</div>
</aside>



<p>HAMBURG – Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) erwartet einen transparenten Abstimmungsprozess nach der vierten Verhandlungsrunde.</p>



<p>Die Arbeitgeber haben in der zurückliegenden Verhandlungsrunde bewusst zwei konkrete und abschlussfähige Angebotsoptionen vorgelegt. Durch zahlreiche Gespräche in den vergangenen Wochen haben die Arbeitgeber die unterschiedlichen Eindrücke und Vorstellungen der Beschäftigten in Bezug auf die Laufzeit und Ausgestaltung eines Lohnabschlusses erhalten.</p>



<p>Die beiden Varianten tragen diesen Vorstellungen Rechnung und decken die Bandbreite an Erwartungen ab:</p>



<p><strong>Variante 1:</strong> Laufzeit 18 Monate, 5,1 Prozent tabellenwirksame Lohnerhöhung, garantierte Erhöhung des Stundenlohns um 1,20 Euro, Erhöhung der Zulage für Beschäftigte der Vollcontainerbetriebe um 616 Euro auf 5.000 Euro, sowie ein nochmals erhöhtes Urlaubsgeld im Vergleich zum vorherigen Angebot in Höhe von 300 Euro (150 Euro in 2027, 150 Euro in 2028). Das entspricht einem Gesamtvolumen von bis zu 6,64 Prozent über 18 Monate.</p>



<p><strong>Variante 2:</strong> Laufzeit 12 Monate, 3,4 Prozent tabellenwirksame Lohnerhöhung, 416 Euro mehr Containerzulage und 200 Euro mehr Urlaubsgeld. Das entspricht einem Gesamtvolumen von bis zu 4,43 Prozent über 12 Monate.</p>



<p>Beide Modelle sind aus Sicht des ZDS abschlussfähig. Das 12-Monats-Angebot wurde zusätzlich zum bisherigen Angebot entwickelt, um dem von ver.di und aus Teilen der Belegschaft geäußerten Wunsch nach einer kürzeren Laufzeit Rechnung zu tragen. Im wirtschaftlichen Volumen entspricht es dem neuen Angebot über 18 Monate, umgerechnet auf 12 Monate.</p>



<p>Beide Modelle liegen im Branchenvergleich am oberen Ende und bringen die Mitgliedsunternehmen an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.</p>



<p>Ver.di stellt seinen Mitgliedern nun jedoch ausschließlich das 12-Monats-Modell zur Abstimmung. Damit wird den Beschäftigten die mit den Angeboten beabsichtigte Wahlmöglichkeit genommen. </p>



<p>Der ZDS erwartet, dass ver.di seinen Mitgliedern beide Angebote zur Abstimmung stellt. </p>



<p>Der Tarifvertrag gilt für rund 11.000 Beschäftigte in den tarifgebundenen Hafenbetrieben in Brake, Bremen/Bremerhaven, Emden, Hamburg und Wilhelmshaven</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/09/10/tarifverhandlungen-seehaefen-zds-hat-zwei-angebotsvarianten-vorgelegt-ver-di-stellt-mitgliedern-nur-12-monats-variante-zur-abstimmung/">Tarifverhandlungen Seehäfen: ZDS hat zwei Angebotsvarianten vorgelegt – ver.di stellt Mitgliedern nur 12-Monats-Variante zur Abstimmung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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		<item>
		<title>ZDS nach Sachsen-Anhalt-Wahl: Seehafenwirtschaft warnt vor Reformstopp – ZDS legt 5-Punkte-Plan für leistungsfähige und resiliente Häfen vor</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/09/08/zds-nach-sachsen-anhalt-wahl-seehafenwirtschaft-warnt-vor-reformstopp-zds-legt-5-punkte-plan-fuer-leistungsfaehige-und-resiliente-haefen-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennart Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 10:12:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitenwende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der ZDS warnt angesichts des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt davor, angekündigte Reformen einzufrieren oder zurückzudrehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/09/08/zds-nach-sachsen-anhalt-wahl-seehafenwirtschaft-warnt-vor-reformstopp-zds-legt-5-punkte-plan-fuer-leistungsfaehige-und-resiliente-haefen-vor/">ZDS nach Sachsen-Anhalt-Wahl: Seehafenwirtschaft warnt vor Reformstopp – ZDS legt 5-Punkte-Plan für leistungsfähige und resiliente Häfen vor</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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<p><strong>Lennart Albrecht</strong><br>Referent Kommunikation</p>



<p>Tel. +49 172 614 23 61<br><a href="mailto:lennart.albrecht@zds-seehaefen.de">lennart.albrecht@zds-seehaefen.de</a></p>
</div>
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<p><strong>HAMBURG/BERLIN</strong> – Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) warnt angesichts des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt davor, angekündigte Reformen einzufrieren oder zurückzudrehen. Deutschland muss jetzt erst recht seine Infrastruktur modernisieren, Bürokratie abbauen, die Sozialsysteme reformieren und in seine Verteidigungsfähigkeit investieren.</p>



<p>Nichts macht die politischen Ränder stärker als das weitverbreitete Gefühl, Deutschland habe den Zenit seines wirtschaftlichen Erfolgs überschritten und der Staat sei nicht mehr in der Lage, die zentralen Probleme des Landes zu lösen.</p>



<p>„Die Antwort auf dieses Wahlergebnis darf nicht weniger Veränderung sein, sondern muss mehr wirtschaftliche und staatliche Handlungsfähigkeit sein. Wenn wir Reformen einfrieren, bevor sie überhaupt begonnen haben, bestätigen wir diejenigen, die behaupten, Deutschland könne seine Probleme nicht mehr lösen. Wir müssen jetzt zeigen, dass das Gegenteil der Fall ist“, erklärt ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger.</p>



<p>Eine Schlüsselrolle spielen dabei die deutschen Seehäfen. Sie stehen wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig für eine offene, international vernetzte Volkswirtschaft. Sie verbinden unsere Industrie mit den Weltmärkten, sichern Energieversorgung und Lieferketten und sind unverzichtbar für Deutschlands Verteidigungsfähigkeit.</p>



<p><strong>5-Punkte-Plan für eine Reform der deutschen Seehafenpolitik</strong></p>



<p>Für die deutschen Seehäfen bedeutet das konkret einen Reformkurs in fünf Punkten:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Hafeninfrastruktur verlässlich finanzieren<br></strong>Der Bund muss seiner nationalen Verantwortung für die Seehäfen gerecht werden. Der ZDS fordert eine dauerhaft auskömmliche Beteiligung des Bundes an der Hafenfinanzierung und eine konsequente Nutzung des Sondervermögens für die Modernisierung der Hafeninfrastruktur. Die bisherige Finanzierungsarchitektur stammt aus einer anderen Zeit und wird den heutigen Aufgaben der Häfen nicht mehr gerecht.</li>



<li><strong>Planen und bauen radikal beschleunigen</strong><br>Planungs- und Genehmigungsverfahren für kritische Infrastruktur müssen deutlich schneller werden. Fristen müssen verkürzt, Doppelprüfungen beseitigt und Genehmigungen stärker digitalisiert werden. Was für Straßen, Schienen und Energieinfrastruktur gilt, muss auch für Häfen gelten.</li>



<li><strong>Bürokratie abbauen und Unternehmen wieder machen lassen</strong><br>Immer neue Dokumentations-, Nachweis- und Berichtspflichten binden Personal und Kapital, das für Investitionen fehlt. Nationale und europäische Regulierung muss deshalb systematisch auf ihre wirtschaftlichen Folgen überprüft werden, mit dem Ziel: weniger Berichtspflichten, schnellere Verfahren und mehr unternehmerischer Handlungsspielraum.</li>



<li><strong>Transformation fördern</strong><br>Die Häfen sind Drehscheiben der Energiewende und Anwender neuer Technologien. Der Bund muss Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung, alternative Energieträger und neue Energieinfrastrukturen ermöglichen und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.</li>



<li><strong>Resilienz und Verteidigungsfähigkeit stärken</strong><br>Seehäfen sind kritische Infrastruktur und zentrale Knotenpunkte der militärischen Logistik. Deutschland muss ihre physische und digitale Sicherheit stärken, Zuständigkeiten bei der Drohnenabwehr klären und gezielt in Dual-Use-Infrastruktur investieren.</li>
</ol>



<p>Die deutschen Seehäfen zeigen, worum es bei diesem Reformkurs geht: Deutschland muss wieder schneller, investitionsfähiger und resilienter werden. Ein wirtschaftlich starkes und handlungsfähiges Deutschland ist zugleich die beste Grundlage für eine stabile, offene und demokratische Gesellschaft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/09/08/zds-nach-sachsen-anhalt-wahl-seehafenwirtschaft-warnt-vor-reformstopp-zds-legt-5-punkte-plan-fuer-leistungsfaehige-und-resiliente-haefen-vor/">ZDS nach Sachsen-Anhalt-Wahl: Seehafenwirtschaft warnt vor Reformstopp – ZDS legt 5-Punkte-Plan für leistungsfähige und resiliente Häfen vor</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ver.di lehnt verbessertes Tarifangebot ab – großes Unverständnis auf Seiten der Arbeitgeber – Verantwortungsvolles Handeln der Gewerkschaft nötig</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/09/01/statement-des-zds-zur-ablehnung-des-dritten-tarifangebots-durch-ver-di/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Martens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 08:14:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zds-seehaefen.de/?p=255508</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir erwarten von ver.di, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche anzuerkennen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/09/01/statement-des-zds-zur-ablehnung-des-dritten-tarifangebots-durch-ver-di/">Ver.di lehnt verbessertes Tarifangebot ab – großes Unverständnis auf Seiten der Arbeitgeber – Verantwortungsvolles Handeln der Gewerkschaft nötig</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong>Lennart Albrecht</strong><br>Referent Kommunikation</p>



<p>Tel. +49 172 614 23 61<br><a href="mailto:lennart.albrecht@zds-seehaefen.de">lennart.albrecht@zds-seehaefen.de</a></p>
</div>
</aside>



<p>Hamburg &#8211; Eine Mehrheit der ver.di-Mitglieder hat das nochmals verbesserte Tarifangebot des Arbeitgeberverbandes ZDS in einem internen Rückkopplungsprozess abgelehnt. Diese Entscheidung stößt beim ZDS und seinen Mitgliedern auf großes Unverständnis. Die Arbeitgeber sind in den vergangenen Verhandlungsrunden bis an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten gegangen. Das vorgelegte Angebot sieht erhebliche und dauerhaft wirksame Einkommenssteigerungen für die Beschäftigten vor bei einer maßvollen Laufzeit von 18 Monaten. Mit einer tabellenwirksamen Lohnerhöhung von 5,1 Prozent bewegen wir uns im Vergleich zu den jüngsten Abschlüssen anderer Branchen im obersten Bereich. </p>



<p>„Tarifpolitik kann die wirtschaftlichen Realitäten, in denen sich unsere Unternehmen bewegen, nicht ausblenden. Ein Abschluss jenseits dieser Grenzen würde die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Betriebe nachhaltig gefährden – und damit letztlich auch Beschäftigung und sichere Arbeitsplätze in den deutschen Seehäfen“, betont <strong>ZDS-Verhandlungsführer Torben Seebold.</strong></p>



<p>Wir erwarten deshalb von ver.di, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche anzuerkennen und auf dieser Grundlage zu einer verantwortungsvollen Lösung beizutragen. Die Androhung von neuerlichen Streiks ist in dem Zusammenhang unverhältnismäßig. Wir erwarten ein verantwortungsvolles Handeln der Gewerkschaft, das die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Seehäfen nicht gefährdet.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/09/01/statement-des-zds-zur-ablehnung-des-dritten-tarifangebots-durch-ver-di/">Ver.di lehnt verbessertes Tarifangebot ab – großes Unverständnis auf Seiten der Arbeitgeber – Verantwortungsvolles Handeln der Gewerkschaft nötig</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Arbeitgeber legen weitreichendes Tarifangebot vor – deutliche Einkommenssteigerungen bei 18 Monaten Laufzeit</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/08/26/arbeitgeber-legen-weitreichendes-tarifangebot-vor-deutliche-einkommenssteigerungen-bei-18-monaten-laufzeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doris Martens]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 09:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zds-seehaefen.de/?p=255499</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach intensiven Tarifverhandlungen liegt umfassendes Gesamtpaket vor </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/26/arbeitgeber-legen-weitreichendes-tarifangebot-vor-deutliche-einkommenssteigerungen-bei-18-monaten-laufzeit/">Arbeitgeber legen weitreichendes Tarifangebot vor – deutliche Einkommenssteigerungen bei 18 Monaten Laufzeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong>Dr. Florian Keisinger</strong><br>Hauptgeschäftsführer</p>



<p>Tel. +49 40 88 365 78 70<br><a href="mailto:florian.keisinger@zds-seehaefen.de">florian.keisinger@zds-seehaefen.de</a></p>
</div>
</aside>



<p><strong>Nach intensiven Tarifverhandlungen liegt umfassendes Gesamtpaket vor – 5,1 Prozent tabellenwirksame Lohnerhöhung, garantierte Stundenlohnerhöhung von 1,20 Euro, Erhöhung der Zulage im Containerbereich um 616 Euro sowie 150 Euro mehr Urlaubsgeld</strong></p>



<p>HAMBURG – Nach intensiven und anspruchsvollen Tarifverhandlungen hat der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) der Gewerkschaft ver.di ein weitreichendes Gesamtpaket vorgelegt. Die Arbeitgeber sind den Beschäftigten dabei in wesentlichen Punkten entgegengekommen.</p>



<p>Das Angebot sieht eine tabellenwirksame Lohnerhöhung von 5,1 Prozent vor. Hinzu kommt eine garantierte Erhöhung des Stundenlohns in allen Lohngruppen um 1,20 Euro. Auch bei weiteren tariflichen Leistungen haben sich die Arbeitgeber deutlich bewegt: Das Urlaubsgeld soll um 150 Euro steigen, für die Beschäftigten im Containerbereich ist zudem eine Erhöhung der Zulage um 616 Euro vorgesehen.</p>



<p>Bei einer Laufzeit von lediglich 18 Monaten verbindet das Gesamtpaket damit spürbare Einkommensverbesserungen für die Beschäftigten mit Planungssicherheit für die Unternehmen. Auch der Vergleich mit anderen großen Branchen zeigt, wie weitreichend das Angebot ist. So liegt der jüngste Tarifabschluss in der chemischen Industrie mit rund 4,6 Prozent Entgeltsteigerung bei einer deutlich längeren Laufzeit von 27 Monaten. Das Angebot der Seehafenwirtschaft bewegt sich damit im Branchenvergleich am oberen Ende.</p>



<p>„Die Verhandlungen waren hart und in vielen Punkten anspruchsvoll. Umso wichtiger ist, dass jetzt ein umfassendes Angebot auf dem Tisch liegt, das den Beschäftigten deutliche Verbesserungen bringt. Die Arbeitgeber haben sich dafür erheblich bewegt. Wir haben im Rahmen der wirtschaftlichen Möglichkeiten die Grenzen ausgereizt. Das zeigt nicht zuletzt der Vergleich mit anderen großen Branchen. Jetzt liegt ein Gesamtpaket vor, das aus unserer Sicht eine sehr gute Grundlage für einen Abschluss bietet“, erklärt Torben Seebold, Verhandlungsführer des ZDS.</p>



<p>Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die deutsche Seehafenwirtschaft bleiben herausfordernd. Steigende Personal-, Energie- und Betriebskosten treffen auf einen hohen Investitionsbedarf, insbesondere bei Digitalisierung, Automatisierung, Transformation und Sicherheit. Zugleich stehen die deutschen Seehäfen in einem intensiven internationalen Wettbewerb.</p>



<p>„Gute Tarifpolitik muss die Interessen der Beschäftigten ebenso im Blick behalten wie die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unternehmen. Mit unserem Angebot haben wir den vorhandenen Spielraum sehr weit ausgeschöpft. Mehr wäre unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht verantwortbar“, so Seebold weiter.</p>



<p>Aus Sicht des ZDS bietet das vorgelegte Gesamtpaket damit eine tragfähige und ausgewogene Grundlage für einen Tarifabschluss. Nach schwierigen Verhandlungen besteht jetzt die Chance, einen Abschluss zu erreichen, der die Leistungen der Beschäftigten angemessen honoriert und zugleich die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen berücksichtigt.</p>



<p>Der ZDS setzt darauf, dass ver.di und ihre Mitglieder das Gesamtpaket in diesem Sinne bewerten und die Chance auf einen verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Tarifabschluss nutzen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/26/arbeitgeber-legen-weitreichendes-tarifangebot-vor-deutliche-einkommenssteigerungen-bei-18-monaten-laufzeit/">Arbeitgeber legen weitreichendes Tarifangebot vor – deutliche Einkommenssteigerungen bei 18 Monaten Laufzeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die offene Gesellschaft und ihre Häfen</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/08/21/die-offene-gesellschaft-und-ihre-haefen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Tilgner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 15:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsfähigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zds-seehaefen.de/?p=255473</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Vorfeld der Landtagswahlen im September lohnt sich ein Blick auf einen Ort, der wie kein anderer für Freiheit steht: den Seehafen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/21/die-offene-gesellschaft-und-ihre-haefen/">Die offene Gesellschaft und ihre Häfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><strong>Im Vorfeld der Landtagswahlen im September lohnt ein Blick auf einen Ort, der wie kaum ein anderer für Freiheit, Weltoffenheit und internationale Zusammenarbeit steht: den Seehafen!</strong></h2>



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<div class="wp-block-group contact-element has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<figure class="wp-block-image size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="1974" height="1110" src="https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/05/ZDS_Florian_Keisinger_118_Hendrik_Lueders_WebRes-edited-1.jpg" alt="" class="wp-image-255330" srcset="https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/05/ZDS_Florian_Keisinger_118_Hendrik_Lueders_WebRes-edited-1.jpg 1974w, https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/05/ZDS_Florian_Keisinger_118_Hendrik_Lueders_WebRes-edited-1-300x169.jpg 300w, https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/05/ZDS_Florian_Keisinger_118_Hendrik_Lueders_WebRes-edited-1-768x432.jpg 768w, https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/05/ZDS_Florian_Keisinger_118_Hendrik_Lueders_WebRes-edited-1-1536x864.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1974px) 100vw, 1974px" /></figure>



<p><strong>Dr. Florian Keisinger</strong><br>Hauptgeschäftsführer</p>



<p>Tel. +49 40 88 365 78 70<br><a href="mailto:florian.keisinger@zds-seehaefen.de">florian.keisinger@zds-seehaefen.de</a></p>
</div>
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<p><strong>Von Florian Keisinger und Laura Pooth</strong></p>



<p><br>Es gibt kaum einen Ort, der die Idee einer offenen Gesellschaft so sichtbar verkörpert wie ein Seehafen. Hier treffen Menschen, Waren und Ideen aus aller Welt aufeinander. Schiffe bringen Rohstoffe, Lebensmittel und Energie nach Deutschland und transportieren Produkte, Innovationen und Technologien in die Welt. Rund 90 Prozent des Welthandels werden über den Seeweg abgewickelt. Seehäfen leben deshalb von Offenheit: wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Ohne freien Handel, internationale Zusammenarbeit und den grenzüberschreitenden Austausch gäbe es sie in ihrer heutigen Form nicht.</p>



<p>Deshalb sind Seehäfen weit mehr als Infrastruktur. Sie sind auch Ausdruck einer Haltung: der Überzeugung, dass Wohlstand durch Zusammenarbeit entsteht, dass Vielfalt eine Stärke ist und dass Fortschritt Offenheit voraussetzt. Häfen verbinden Regionen mit der Welt. Sie sind Tore nach außen und damit seit Jahrhunderten auch Orte der Begegnung, der Neugier und des Aufbruchs.</p>



<p>Für Generationen von Menschen waren Seehäfen Freiheits- und Sehnsuchtsorte. Von hier brachen Entdecker und Auswanderer in unbekannte Welten auf. Unternehmen fanden über die Häfen neue Märkte und trugen ihre Ideen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Millionen Reisende verbanden mit ihnen die Hoffnung auf einen Neuanfang oder die Freude auf ferne Horizonte. Für die vielen Beschäftigten in den Häfen und auf den Schiffen sind sie bis heute Orte guter Arbeit, internationaler Kooperation und gelebter Solidarität.</p>



<p>Diese Offenheit ist jedoch kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis politischer und gesellschaftlicher Entscheidungen. Wer den freien Austausch von Menschen, Waren und Ideen ermöglicht, schafft die Grundlage für leistungsfähige Seehäfen. Wer Grenzen schließt, internationale Kooperation infrage stellt oder wirtschaftliche Abschottung propagiert, greift damit die Voraussetzungen an, auf denen Häfen seit Jahrhunderten beruhen.</p>



<p>Dabei geht es nicht nur um wirtschaftlichen Erfolg. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie eng Freiheit und Sicherheit miteinander verbunden sind. Ob Pandemie, Energiekrise oder der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine: Immer wieder wurde deutlich, welche zentrale Rolle die Seehäfen für die Versorgung unseres Landes spielen. Über sie gelangen Energie, Lebensmittel, Medikamente, industrielle Vorprodukte und viele weitere lebenswichtige Güter nach Deutschland. Gleichzeitig sind sie unverzichtbarer Bestandteil der militärischen Infrastruktur Europas und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit und Resilienz unseres Landes.</p>



<p>Gerade weil Häfen diese Schlüsselrolle einnehmen, auch das zeigt die Historie eindrucksvoll, geraten sie in Krisen- und Kriegszeiten regelmäßig ins Visier. Sie gehören seit jeher zu den ersten strategischen Angriffszielen. Wer einen Hafen lahmlegt, unterbricht Lieferketten, gefährdet die Energieversorgung, schwächt die Wirtschaft und trifft eine Gesellschaft an ihrer empfindlichsten Stelle. Angriffe auf Häfen sind deshalb immer auch Angriffe auf Freiheit und Wohlstand.</p>



<p>Während der nationalsozialistischen Diktatur verkehrte sich die Bedeutung des sprichwörtlich „rettenden Hafens“ ins Gegenteil. Aus Orten des Aufbruchs wurden für viele Menschen lebensbedrohliche Sackgassen. Wer vor Verfolgung und Terror fliehen wollte, fand oftmals keinen Ausweg mehr; Häfen, die einst für Freiheit standen, wurden so zur tödlichen Falle.</p>



<p>Wie kaum ein anderer Ort hängen Seehäfen von den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Wo Freiheit herrscht, können Häfen ihre verbindende Kraft entfalten. Wo Nationalismus, Abschottung und Ausgrenzung dominieren, verlieren sie ihre eigentliche Funktion. Der Versuch, sich von der Welt abzuschotten, hat historisch nie zu mehr Sicherheit oder Wohlstand geführt. Im Gegenteil: Gesellschaften, die sich verschließen, verlieren wirtschaftliche Dynamik, Innovationskraft und internationale Handlungsfähigkeit.</p>



<p>Für Hafenwirtschaft und Beschäftigte ist deshalb klar: Die Zukunft der deutschen Seehäfen entscheidet sich nicht allein an Kaikanten, Containerbrücken oder Fahrrinnen. Sie entscheidet sich auch an unseren Grundwerten: Weltoffenheit, Rechtsstaatlichkeit, internationale Zusammenarbeit und die Bereitschaft, Veränderungen anzunehmen, sind keine abstrakten Ideale. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass Häfen auch künftig das leisten können, was sie seit Jahrhunderten leisten: Menschen verbinden, Wohlstand schaffen und Freiheit ermöglichen.</p>



<p>Die bevorstehenden Landtagswahlen sind deshalb mehr als regionale Richtungsentscheidungen, auch deshalb, weil die politische Zuständigkeit für die Seehäfen bei den Landesregierungen liegt. Wer die Zukunft der Seehäfen und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren Wohlstand sichern will, muss die Werte stärken, auf denen ihre Erfolgsgeschichte beruht. Denn starke Häfen brauchen eine offene Gesellschaft, und eine offene Gesellschaft braucht starke Häfen.</p>



<p><strong>Florian Keisinger ist Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS).</strong></p>



<p><strong>Laura Poth ist Vorsitzende des DGB Nord.</strong></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/21/die-offene-gesellschaft-und-ihre-haefen/">Die offene Gesellschaft und ihre Häfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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		<title>Rechtsgutachten schafft Klarheit: Bund kann mehr Verantwortung für Seehäfen übernehmen</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/08/20/rechtsgutachten-schafft-klarheit-bund-kann-mehr-verantwortung-fuer-seehaefen-uebernehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angela Tilgner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 05:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ZDS sieht sich durch das von der IHK Nord vorgelegte Rechtsgutachten bestätigt. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/20/rechtsgutachten-schafft-klarheit-bund-kann-mehr-verantwortung-fuer-seehaefen-uebernehmen/">Rechtsgutachten schafft Klarheit: Bund kann mehr Verantwortung für Seehäfen übernehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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<p><strong>Dr. Florian Keisinger</strong><br>Hauptgeschäftsführer</p>



<p>Tel. +49 40 88 365 78 70<br><a href="mailto:florian.keisinger@zds-seehaefen.de">florian.keisinger@zds-seehaefen.de</a></p>
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<p><strong>Berlin/Hamburg</strong> – Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) sieht sich durch das von der IHK Nord vorgelegte Rechtsgutachten zur Finanzierung der deutschen Seehäfen in seiner langjährigen Forderung nach einer stärkeren finanziellen Beteiligung des Bundes bestätigt. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass eine deutliche Aufstockung der bestehenden Finanzhilfen des Bundes für die Seehäfen grundsätzlich auch ohne Änderung des Grundgesetzes möglich ist.</p>



<p>Damit erhält die Debatte um eine auskömmliche und langfristig verlässliche Finanzierung der deutschen Seehäfen eine neue Grundlage. Bislang wurde einer substanziellen Erhöhung des sogenannten Hafenlastenausgleichs auf Bundesebene wiederholt mit verfassungsrechtlichen Bedenken begegnet. Das Gutachten zeigt nun Wege auf, wie die bestehende Bundesbeteiligung im geltenden verfassungsrechtlichen Rahmen deutlich ausgeweitet werden kann.</p>



<p>Prof. Sebastian Jürgens, Präsident des ZDS, erklärt: „Das Gutachten ist ein wichtiger Impuls und schafft neue Klarheit in einer Debatte, die wir seit Jahren führen. Die deutschen Seehäfen erfüllen längst Aufgaben von nationaler Bedeutung: für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts, für sichere Lieferketten und die Energieversorgung ebenso wie für unsere Verteidigungsfähigkeit. Das Gutachten zeigt: Dafür gibt es bereits heute verfassungsrechtliche Möglichkeiten. Jetzt ist vor allem der politische Wille gefragt, sie auch zu nutzen.“</p>



<p>Der ZDS beziffert den Investitionsbedarf in die öffentliche Infrastruktur der deutschen Seehäfen auf rund 15 Milliarden Euro. Gleichzeitig belaufen sich die regulären Finanzhilfen des Bundes an die fünf Küstenländer seit Jahren auf lediglich rund 38 Millionen Euro jährlich. Auch die IHK Nord verweist auf diese erhebliche Diskrepanz zwischen der gewachsenen nationalen Bedeutung der Häfen und ihrer Finanzierung.</p>



<p>Der ZDS fordert deshalb eine dauerhafte Bundesbeteiligung an der Grundfinanzierung der Seehäfen in Höhe von 500 Millionen Euro jährlich. Diese muss durch eine projektbezogene Finanzierung großer Investitionen ergänzt werden – etwa aus dem Sondervermögen Infrastruktur oder, bei militärisch relevanter Hafeninfrastruktur, aus dem Verteidigungshaushalt.</p>



<p>„Projektfinanzierungen sind wichtig, um den bestehenden Sanierungsstau schnell anzugehen. Sie ersetzen aber keine verlässliche Grundfinanzierung“, so Jürgens weiter. „Häfen brauchen Planungssicherheit über Jahre hinweg. Der Bund ist aufgefordert, sich an der Finanzierung der Hafeninfrastruktur angemessen zu beteiligen. Sollte er weiterhin an seiner durch das Gutachten zunehmend brüchig gewordenen Rechtsauffassung festhalten, wäre zumindest aufzuzeigen, an wem eine Verfassungsänderung eigentlich scheitern sollte.“</p>



<p>Aus Sicht des ZDS ist das Rechtsgutachten deshalb auch ein Auftrag an die Bundesregierung, ihre bisherige Haltung zur Seehafenfinanzierung neu zu bewerten. Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob der Bund mehr Verantwortung übernehmen kann, sondern in welchem Umfang und wie schnell er dies tut.</p>
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		<title>Lohntarifverhandlungen: Ablehnung des Angebots nicht nachvollziehbar</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/08/14/lohntarifverhandlungen-ablehnung-des-angebots-nicht-nachvollziehbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennart Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2026 13:22:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zds-seehaefen.de/?p=255478</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ablehnung des Angebots verkennt die gegenwärtige wirtschaftliche Realität. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/14/lohntarifverhandlungen-ablehnung-des-angebots-nicht-nachvollziehbar/">Lohntarifverhandlungen: Ablehnung des Angebots nicht nachvollziehbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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<p><strong>Lennart Albrecht</strong><br>Referent Kommunikation</p>



<p>Tel. +49 172 614 23 61<br><a href="mailto:lennart.albrecht@zds-seehaefen.de">lennart.albrecht@zds-seehaefen.de</a></p>
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<h2 class="wp-block-heading">Angebot des ZDS liegt weit über Abschlüssen anderer Branchen</h2>



<p><strong>Hamburg, 14.08.2026</strong> – Die Mehrheit der ver.di-Mitglieder hat das Angebot des Arbeitgeberverbands ZDS (Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.) für einen neuen Lohntarifvertrag abgelehnt. Diese Entscheidung ist für den ZDS und seine Mitgliedsunternehmen nicht nachvollziehbar.</p>



<p>Das Angebot des ZDS sieht einen Anstieg der Grundstundenlöhne um 5,1 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten vor. Hinzu kommen Erhöhungen des Urlaubsgeldes im Jahr 2027 in Höhe von 300 Euro sowie der jährlichen Zulage für Beschäftigte in Containerbetrieben in Höhe von 460 Euro. </p>



<p>Der Vergleich mit anderen großen Branchen zeigt, wie weitreichend dieses Angebot ist: In der chemischen Industrie wurden zuletzt rund 4,6 Prozent über 27 Monate vereinbart, in der Energiewirtschaft rund 5,3 Prozent über 24 Monate und im Groß- und Außenhandel rund 5,1 Prozent über 24 Monate. Selbst aktuelle <a href="https://www.wsi.de/de/tarifrunde-2026-abschluesse-73424.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zahlen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts</a> der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung weisen eine durchschnittliche Laufzeit neuer Tarifabschlüsse von mehr als 25 Monaten aus.</p>



<p>Der Vergleich macht deutlich: Angesichts der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen ist das Angebot der Arbeitgeber überdurchschnittlich und im Branchenvergleich mehr als auskömmlich<strong>.</strong> Es verbindet einen spürbaren Lohnzuwachs mit einer vergleichsweise kurzen Laufzeit – und eröffnet damit bereits nach 19 Monaten die Möglichkeit für erneute Verhandlungen.</p>



<p>Die Ablehnung dieses Angebots verkennt aus Sicht des ZDS die gegenwärtige wirtschaftliche Realität. Die Hafenunternehmen haben ein Gesamtpaket vorgelegt, das einen spürbaren Reallohnzuwachs ermöglicht und im Vergleich zu anderen aktuellen Tarifabschlüssen überdurchschnittlich attraktiv ist. Die Erwartungen von ver.di müssen sich auch daran messen lassen, was unter den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verantwortbar und dauerhaft tragfähig ist.</p>



<p>Der Tarifvertrag gilt für rund 11.000 Beschäftigte in den tarifgebundenen Hafenbetrieben in Brake, Bremen/Bremerhaven, Emden, Hamburg und Wilhelmshaven.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/14/lohntarifverhandlungen-ablehnung-des-angebots-nicht-nachvollziehbar/">Lohntarifverhandlungen: Ablehnung des Angebots nicht nachvollziehbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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		<item>
		<title>10-Punkte-Plan zur Drohnenabwehr: Seehäfen können als Testfeld für den Schutz kritischer Infrastruktur dienen</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/08/10/10-punkte-plan-zur-drohnenabwehr-seehaefen-koennen-als-testfeld-fuer-den-schutz-kritischer-infrastruktur-dienen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennart Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 09:43:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitenwende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ZDS fordert neue Sicherheitsarchitektur – Abwehr aus der Luft, auf und unter Wasser – Betreiber stärker befähigen</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/10/10-punkte-plan-zur-drohnenabwehr-seehaefen-koennen-als-testfeld-fuer-den-schutz-kritischer-infrastruktur-dienen/">10-Punkte-Plan zur Drohnenabwehr: Seehäfen können als Testfeld für den Schutz kritischer Infrastruktur dienen</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong>Lennart Albrecht</strong><br>Referent Kommunikation</p>



<p>Tel. +49 172 614 23 61<br><a href="mailto:lennart.albrecht@zds-seehaefen.de">lennart.albrecht@zds-seehaefen.de</a></p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>ZDS fordert neue Sicherheitsarchitektur – Abwehr aus der Luft, auf und unter Wasser – Betreiber stärker befähigen</strong></h2>



<p><strong>Berlin/Hamburg –</strong> Deutschland muss seine kritische Infrastruktur wirksamer gegen Drohnen und andere unbemannte Systeme schützen. Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat dazu einen <a href="https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/08/2026-08-10-ZDS-10-Punkte-Plan-Drohnenabwehr.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">10-Punkte-Plan</a> veröffentlicht und schlägt vor, Seehäfen als Testfelder für eine neue, integrierte Sicherheitsarchitektur zu nutzen.</p>



<p>Seehäfen eignen sich dafür besonders: Hier treffen Energieversorgung, internationale Lieferketten, Industrie, ziviler Verkehr und militärische Logistik auf komplexe Zuständigkeiten von Bund, Ländern, Kommunen, Sicherheitsbehörden, Bundeswehr und privaten Betreibern. Zugleich müssen Häfen Bedrohungen <strong>in drei Dimensionen</strong> begegnen: aus der Luft, auf der Wasseroberfläche und unter Wasser. Eine Drohnenabwehr, die allein den Luftraum betrachtet, greift deshalb zu kurz.</p>



<p><strong>Florian Keisinger, Hauptgeschäftsführer des ZDS:</strong></p>



<p>„Die jüngsten Vorfälle zeigen: Drohnen erkennen zu können, reicht nicht. Entscheidend ist, dass im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit klar ist, wer bewertet, wer entscheidet und wer handelt. Seehäfen sind dafür der anspruchsvollste Praxistest: Wenn eine integrierte Drohnenabwehr hier funktioniert, kann sie zur Blaupause für den Schutz kritischer Infrastruktur in ganz Deutschland werden.“</p>



<p>Der ZDS sieht insbesondere drei Handlungsfelder:</p>



<p><strong>Erstens: Zuständigkeiten und Reaktionsketten müssen eindeutig sein.</strong> Detektion, Lagebewertung, Entscheidung und Abwehr müssen in einem gemeinsamen Lagebild zusammengeführt werden. Dazu braucht es verbindliche Verfahren und staatliche Leitstellen, die im Ernstfall schnell entscheiden können.</p>



<p><strong>Zweitens: Drohnenabwehr muss Luft und Wasser gemeinsam denken.</strong> Neben Flug- und Überwasserdrohnen müssen auch Unterwasserdrohnen systematisch in Schutzkonzepte, Sensorik und Lagebilder einbezogen werden. Gerade Seehäfen bieten die Möglichkeit, diese integrierte Abwehr praktisch zu erproben.</p>



<p><strong>Drittens: Staat und Betreiber brauchen eine klare Arbeitsteilung.</strong> Das staatliche Gewaltmonopol muss bei eingriffsintensiven Maßnahmen gewahrt bleiben. Gleichzeitig wird der Staat auf absehbare Zeit nicht sämtliche kritische Infrastruktur jederzeit vollumfänglich schützen können. Betreiber müssen deshalb rechtlich, technisch und finanziell in die Lage versetzt werden, innerhalb klar definierter Grenzen niedrigschwellige Schutz- und Abwehrmaßnahmen selbst zu ergreifen.</p>



<p>„Wir brauchen keine Diskussion darüber, ob Staat oder Wirtschaft für Sicherheit verantwortlich sind. Wir brauchen eine Sicherheitsarchitektur, in der beide ihre Aufgaben kennen und im Ernstfall sofort handlungsfähig sind“, so Keisinger.</p>



<p>Der ZDS schlägt deshalb vor, gemeinsam mit Bund, Ländern, Sicherheitsbehörden und Bundeswehr <strong>Pilotregionen in deutschen Seehäfen</strong> einzurichten. Dort sollen Technologien, gemeinsame Lagebilder, Zuständigkeitsmodelle und konkrete Einsatzkonzepte unter realen Bedingungen erprobt werden. Was sich dort bewährt, kann anschließend auf Flughäfen, Energieanlagen und andere kritische Infrastrukturen übertragen werden.</p>



<p>Der vollständige 10-Punkte-Plan des ZDS enthält konkrete Vorschläge von klaren Zuständigkeiten und vernetzter Sensorik über staatliche Leitstellen und KI-gestützte Systeme bis zu Pilotregionen und einem Investitionsprogramm für den KRITIS-Schutz.</p>



<p><strong>Das Positionspapier zum Download hier:</strong></p>



<div class="wp-block-file"><a id="wp-block-file--media-48802c50-98d9-41ad-a9f2-1ba6e4cccb17" href="https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/08/2026-08-10-ZDS-10-Punkte-Plan-Drohnenabwehr.pdf">10-Punkte-Plan des ZDS zur Drohnenabwehr</a><a href="https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/08/2026-08-10-ZDS-10-Punkte-Plan-Drohnenabwehr.pdf" class="wp-block-file__button wp-element-button" download aria-describedby="wp-block-file--media-48802c50-98d9-41ad-a9f2-1ba6e4cccb17">Herunterladen</a></div>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/10/10-punkte-plan-zur-drohnenabwehr-seehaefen-koennen-als-testfeld-fuer-den-schutz-kritischer-infrastruktur-dienen/">10-Punkte-Plan zur Drohnenabwehr: Seehäfen können als Testfeld für den Schutz kritischer Infrastruktur dienen</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig zeigt Handlungsbedarf auch für Seehäfen</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/08/06/drohnenvorfall-am-flughafen-leipzig-zeigt-handlungsbedarf-auch-fuer-seehaefen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennart Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Aug 2026 09:57:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitenwende]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://zds-seehaefen.de/?p=255446</guid>

					<description><![CDATA[<p>Regelungen zur Drohnenabwehr bestehen den Praxistest noch nicht – Kritische Infrastruktur braucht wirksamen Schutz</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/06/drohnenvorfall-am-flughafen-leipzig-zeigt-handlungsbedarf-auch-fuer-seehaefen/">Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig zeigt Handlungsbedarf auch für Seehäfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<p><strong>Lennart Albrecht</strong><br>Referent Kommunikation</p>



<p>Tel. +49 172 614 23 61<br><a href="mailto:lennart.albrecht@zds-seehaefen.de">lennart.albrecht@zds-seehaefen.de</a></p>
</div>
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<h2 class="wp-block-heading">Regelungen zur Drohnenabwehr bestehen den Praxistest noch nicht – Kritische Infrastruktur braucht wirksamen Schutz</h2>



<p><strong>Hamburg/Berlin, 6. August 2026</strong>&nbsp;– Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) sieht sich durch den Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig in seiner Forderung nach einer weiteren Stärkung der Drohnenabwehr bestätigt. Aus Sicht der deutschen Seehäfen zeigt der Vorfall, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen trotz wichtiger Fortschritte den Realitätstest noch nicht bestehen.</p>



<p>„Die Rechtslage hat sich in den vergangenen beiden Jahren deutlich verbessert. Der aktuelle Vorfall zeigt jedoch, dass zwischen der Erkennung einer Drohne und ihrer tatsächlichen Abwehr weiterhin eine sicherheitsrelevante Lücke besteht“, erklärt ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger.</p>



<p>Gerade kritische Infrastrukturen wie Seehäfen stehen zunehmend im Fokus hybrider Bedrohungen. Moderne Sensorik ermöglicht es den Hafenbetreibern heute, Drohnen frühzeitig zu erkennen, ihren Flug zu verfolgen und Sicherheitsbehörden zu alarmieren. Eine eigenständige aktive Abwehr – etwa durch Störung, Übernahme oder Neutralisierung einer Drohne – ist ihnen jedoch nicht erlaubt.</p>



<p>„Bei einem hybriden Angriff bleiben häufig nur 60 bis 90 Sekunden Reaktionszeit. Bis die zuständigen Behörden vor Ort eingreifen können, ist eine Drohne oftmals bereits wieder verschwunden oder hat ihren Auftrag abgeschlossen. Diese Lücke muss geschlossen werden“, so Keisinger.</p>



<p>Die deutschen Seehäfen zählen zur Kritischen Infrastruktur und übernehmen zentrale Aufgaben für die Versorgungssicherheit, die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland sowie die militärische Mobilität im Bündnisfall. Mit der veränderten sicherheitspolitischen Lage steigen auch die Anforderungen an ihren Schutz.</p>



<p><strong>Der ZDS fordert deshalb</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Seehäfen als Kritische Infrastruktur ausdrücklich in die nationale Drohnenabwehr einzubeziehen,</li>



<li>Rechtssicherheit für den Einsatz von Counter-UAS-Systemen zu schaffen,</li>



<li>klare Zuständigkeiten zwischen Hafenbetreibern, Landespolizei, Bundespolizei und Bundeswehr festzulegen,</li>



<li>Seehäfen beim Schutz vor Drohnen den Flughäfen gleichzustellen. Für die großen deutschen Seehäfen muss derselbe Sicherheitsmaßstab gelten wie für die Flughäfen. Drohnenabwehrsysteme müssen deshalb schnellstmöglich installiert und vollständig einsatzbereit gemacht werden. Bund und Länder müssen hierfür die erforderlichen rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen schaffen,</li>



<li>die Finanzierung moderner Detektions- und Abwehrtechnik sicherzustellen sowie</li>



<li>die Seehäfen systematisch in das nationale Lagebild hybrider Bedrohungen einzubinden.</li>
</ul>



<p>„Resilienz bedeutet heute mehr als funktionierende Infrastruktur. Unsere Seehäfen sind Teil der nationalen Sicherheitsarchitektur. Deshalb muss für sie derselbe Schutzstandard gelten wie für Flughäfen. Wer Versorgungssicherheit, den Schutz Kritischer Infrastruktur und militärische Mobilität ernst nimmt, muss die großen deutschen Seehäfen schnellstmöglich mit leistungsfähigen Drohnenabwehrsystemen ausstatten und einen wirksamen Schutz gegen Drohnen gewährleisten“, so Keisinger abschließend.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/06/drohnenvorfall-am-flughafen-leipzig-zeigt-handlungsbedarf-auch-fuer-seehaefen/">Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig zeigt Handlungsbedarf auch für Seehäfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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		<title>„Ohne leistungsfähige Häfen bleibt die Verteidigungsfähigkeit nur eine politische Zusage auf dem Papier.“</title>
		<link>https://zds-seehaefen.de/2026/08/05/ohne-leistungsfaehige-haefen-bleibt-die-verteidigungsfaehigkeit-nur-eine-politische-zusage-auf-dem-papier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lennart Albrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2026 07:07:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerbsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitenwende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Franz-Stefan Gady erläutert die Rolle der deutschen Häfen für die Verteidigungsfähigkeit der Nato.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://zds-seehaefen.de/2026/08/05/ohne-leistungsfaehige-haefen-bleibt-die-verteidigungsfaehigkeit-nur-eine-politische-zusage-auf-dem-papier/">„Ohne leistungsfähige Häfen bleibt die Verteidigungsfähigkeit nur eine politische Zusage auf dem Papier.“</a> erschien zuerst auf <a href="https://zds-seehaefen.de">ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Franz-Stefan Gady</strong> ist Militäranalyst und Politikberater. Als Adjunct Senior Fellow am Center for a New American Security berät er unter anderem Regierungen und Streitkräfte in Europa und den USA zu Strukturreformen und zur Zukunft der Kriegsführung. Seine Feldforschung führte ihn nach Afghanistan, Irak und wiederholt in die Ukraine. Gady ist zudem Autor. Zu seinen jüngsten Büchern gehören „<a href="https://bastei-luebbe.de/Buecher/Sachbuecher/Die-Rueckkehr-des-Krieges/9783869951423">Die Rückkehr des Krieges</a>“ und „<a href="https://www.styriabooks.at/shop/gesellschaft-geschichte/ueberfall/">Überfall – Wenn der Krieg zu uns kommt</a>“.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="784" height="588" src="https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/08/Franz-Gady-edited.png" alt="" class="wp-image-255442" srcset="https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/08/Franz-Gady-edited.png 784w, https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/08/Franz-Gady-edited-300x225.png 300w, https://zds-seehaefen.de/wp-content/uploads/2026/08/Franz-Gady-edited-768x576.png 768w" sizes="auto, (max-width: 784px) 100vw, 784px" /><figcaption class="wp-element-caption">Franz-Stefan Gady</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">ZDS: <strong>Welche Rolle spielen die deutschen Seehäfen für die Verteidigungsfähigkeit des Landes und der NATO?</strong></h2>



<p><strong>Franz-Stefan Gady:</strong> Die Häfen spielen e<em>ine zentrale Rolle. Im Ernstfall müssen große Mengen an Fahrzeugen, Munition, Treibstoff, Ersatzteilen und weiterem Material nach Europa und innerhalb Europas bewegt werden. Personal und besonders dringliche Güter können per Flugzeug transportiert werden – die Masse kommt jedoch über den Seeweg.</em></p>



<p><em>Die militärische Verwendungsfähigkeit von Streitkräften beginnt deshalb nicht erst am Kasernentor. Ein Panzer, der nicht rechtzeitig verlegt, versorgt und instandgehalten werden kann, ist nur sehr eingeschränkt militärisch wirksam. Seehäfen sind die Eingangstore der Bündnisverteidigung. Ohne leistungsfähige Häfen bleibt die Verteidigungsfähigkeit nur eine politische Zusage auf dem Papier.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Deutschland soll als logistische Drehscheibe der NATO dienen. Ist das Land darauf ausreichend vorbereitet?</strong></h2>



<p><em>Die geografische Lage allein macht noch keine Drehscheibe. Entscheidend ist, ob die gesamte Transportkette funktioniert: vom Liegeplatz über Umschlagflächen und Gleisanschlüsse bis zu Straßen, Brücken und den Korridoren Richtung Osten.</em></p>



<p><em>Ein Schiff kann schnell entladen sein. Fehlen anschließend Zugtrassen, geeignete Brücken oder abgestimmte Verfahren, entsteht trotzdem ein militärischer Engpass. Verteidigungsfähigkeit ist eine Kette – und das schwächste Glied bestimmt die Geschwindigkeit. Deutschland muss deshalb nicht nur in militärisches Gerät investieren, sondern ebenso in die Infrastruktur, die dieses Gerät beweglich macht.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Häfen sind überwiegend zivile Infrastruktur. Müssen wir sie künftig stärker militärisch denken?</strong></h2>



<p><em>Wir sollten die Häfen nicht militarisieren, aber sie konsequent als Dual-Use-Infrastruktur planen. Viele Investitionen dienen beiden Seiten: belastbare Kaikanten, leistungsfähige Gleise, ausreichend große Flächen, sichere digitale Systeme und eine redundante Energieversorgung. Im Alltag stärken solche Investitionen den Handel und die Wettbewerbsfähigkeit. In einer Krise schaffen sie militärische Handlungsoptionen. Die strikte Trennung zwischen Wirtschafts-, Verkehrs- und Sicherheitspolitik ist unter den heutigen Bedingungen nicht mehr zeitgemäß.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Welche Bedrohungen sind für die Häfen besonders relevant?</strong></h2>



<p><em>Die größte Gefahr ist nicht zwingend die sichtbare Zerstörung eines Hafens, sondern seine zeitweise Lähmung. Ein Cyberangriff auf die Terminalsteuerung, Sabotage an Gleisen oder Stromversorgung, blockierte Zufahrten oder gezielte Desinformation können militärische Transporte erheblich verzögern – möglicherweise ohne einen einzigen sichtbaren Krater.</em></p>



<p><em>Schutz bedeutet deshalb mehr als Zäune und Kameras. Häfen brauchen Cyberresilienz, Redundanzen, geschultes Personal, alternative Verkehrswege und eingeübte Wiederanlaufpläne. Ein Hafen, der nur unter Normalbedingungen funktioniert, ist keine resiliente Infrastruktur.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was sollte die Politik konkret tun, um die kritischen Infrastrukturen wie Häfen zu stärken?</strong></h2>



<p><em>Zunächst muss klar definiert werden, welche Häfen und Transportkorridore für die Bündnisverteidigung besonders relevant sind. Dort müssen Engpässe gezielt beseitigt, Schutzkonzepte entwickelt und Zuständigkeiten geklärt werden. Vor allem müssen die Abläufe regelmäßig unter realistischen Bedingungen geübt werden – gemeinsam mit Hafenbetrieben, Bundeswehr, Polizei, Bahn, Feuerwehr und weiteren zivilen Akteuren. Abschreckung entsteht nicht allein durch Waffensysteme. Sie entsteht, wenn ein potenzieller Gegner erkennt, dass die NATO ihre Kräfte tatsächlich verlegen, verstärken und dauerhaft versorgen kann. Glaubwürdige Abschreckung beginnt daher nicht erst an der Front – sie beginnt an der Kaikante.</em></p>



<p></p>
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