Pressemitteilung,

Dr. Florian Keisinger
Hauptgeschäftsführer
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florian.keisinger@zds-seehaefen.de
Hamburg/Berlin – Der Güterumschlag in den deutschen Seehäfen ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden insgesamt 284,4 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber 2024 (273,9 Millionen Tonnen).
Treiber dieser Entwicklung war vor allem der kräftig gestiegene Güterempfang aus dem Ausland, der im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf 171,1 Millionen Tonnen zulegte. Der Güterversand ins Ausland wuchs dagegen nur moderat um 0,5 Prozent auf 103,7 Millionen Tonnen. Der innerdeutsche Seeverkehr nahm zwar um 15,7 Prozent auf 9,6 Millionen Tonnen zu, spielt jedoch weiterhin eine untergeordnete Rolle im Gesamtumschlag.
Auch bei einzelnen Energierohstoffen zeigen sich deutliche Verschiebungen in den Handelsströmen: Der Empfang von Erdgas aus den USA stieg im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 51,8 Prozent, während der Import von Erdöl aus den USA um 23,6 Prozent zurückging.
Der Güterumschlag mit Staaten am Persischen Golf machte im Jahr 2025 1,4 Prozent des gesamten Umschlags in deutschen Seehäfen aus.
„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die deutschen Seehäfen ihre Rolle als zentrale Drehscheiben für Handel, Energieversorgung und Industrie weiterhin behaupten“, erklärt Florian Keisinger, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS). „Gerade der steigende Güterempfang unterstreicht die Bedeutung der Häfen für die Versorgung von Wirtschaft und Bevölkerung.“
Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen, dass sich die internationalen Handelsströme weiter verändern – etwa durch Verschiebungen bei Energieimporten und geopolitische Entwicklungen.
„Um diese zentrale Rolle auch künftig erfüllen zu können, brauchen die deutschen Seehäfen verlässliche Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Resilienz. Nur so können sie ihre Funktion als Rückgrat der deutschen Außenwirtschaft und als Knotenpunkte globaler Lieferketten langfristig sichern“, so Keisinger.









