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ZDS begrüßt Leitfaden zum Bunkern von alternativen Kraftstoffen

04.03.2021 | ZDS Monitor

HAMBURG – Deutsche Seehäfen müssen schnell mit der notwendigen Infrastruktur für alternative Kraftstoffe ausgestattet werden. Darüber hinaus sind aufeinander abgestimmte Regeln an den Hafenstandorten zu schaffen und die Genehmigungspraxis für Bunkerprozesse während der Lade- und Löschvorgänge zu erleichtern, fordert der ZDS anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Bunker Guidance für alternative Kraftstoffe in deutschen Seehäfen“ durch das Deutsche Maritime Zentrum (DMZ).

Daniel Hosseus, Hauptgeschäftsführer des ZDS:

„Seeschiffe mit LNG-Antrieb sind längst in Fahrt, doch Deutschland fehlt eine dem Hafen- und Industriestandort angemessene Infrastruktur. Stattdessen haben wir komplexe, in jedem Hafen andere Genehmigungsverfahren für den Bunkervorgang. Wenn wir beim Klimaschutz, bei der Luftreinhaltung und bei zukunftsweisenden Energieträgern wie Wasserstoff vorankommen und Wettbewerbsnachteile vermeiden wollen, dann müssen die Gesetz- und Vorschriftengeber endlich tätig werden.

Der ZDS begrüßt daher den Leitfaden des DMZ und unterstützt die Schaffung von standortübergreifenden Standards für den sicheren und effizienten Umgang mit komprimierten und verflüssigten Gasen und anderen alternativen Kraftstoffen.“

Der DMZ-Leitfaden liefert erste Handlungsempfehlungen in den Bereichen Regelungstexte, Genehmigungen, Erstellung und Auswertung von Risikoanalysen, und der Einschätzung lokaler Gegebenheiten. Der ZDS hat als Mitglied des Projektbeirats mitgewirkt. Weitere Ausarbeitungen sind geplant.