Pressemitteilung,
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) begrüßt die Ernennung von Steffen Bilger zum neuen Bundesminister für Verkehr. Mit Bilger übernimmt ein erfahrener Verkehrspolitiker das Ressort, der die Bedeutung einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur für den Wirtschafts- und Industriestandort Deutschland seit vielen Jahren kennt.
Aus Sicht des ZDS bietet der Amtswechsel die Chance, eine zentrale Lücke in der Infrastrukturpolitik zu schließen. Obwohl die deutschen Seehäfen für Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und militärische Mobilität unverzichtbar sind, werden sie beim Bundesanteil des auf zwölf Jahre angelegten Infrastruktur-Sondervermögens bislang nicht berücksichtigt.
Wie eng die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft mit den Seehäfen verknüpft ist, zeigt nicht zuletzt Bilgers Heimatlandkreis Ludwigsburg: Nach Angaben der IHK Nord werden 87 Prozent der Exporte aus dem Landkreis über die deutschen Seehäfen abgewickelt. Seehäfen sind damit keine regionale Infrastruktur der Küstenländer, sondern eine nationale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland. Der ZDS erwartet deshalb, dass der Bund die öffentliche Hafeninfrastruktur künftig stärker in den Fokus seiner Investitionen rückt.
„Die deutschen Seehäfen sind das Tor der deutschen Wirtschaft zu den Weltmärkten. Wer den Industriestandort Deutschland stärken will, muss auch in seine Hafeninfrastruktur investieren. Der neue Bundesverkehrsminister hat jetzt die Chance, die öffentliche Hafeninfrastruktur als nationale Zukunftsaufgabe zu begreifen und ihr den Stellenwert einzuräumen, den sie für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz unseres Landes verdient“, erklärt ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger.









