Pressemitteilung,
Hamburg – Eine Mehrheit der ver.di-Mitglieder hat das nochmals verbesserte Tarifangebot des Arbeitgeberverbandes ZDS in einem internen Rückkopplungsprozess abgelehnt. Diese Entscheidung stößt beim ZDS und seinen Mitgliedern auf großes Unverständnis. Die Arbeitgeber sind in den vergangenen Verhandlungsrunden bis an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten gegangen. Das vorgelegte Angebot sieht erhebliche und dauerhaft wirksame Einkommenssteigerungen für die Beschäftigten vor bei einer maßvollen Laufzeit von 18 Monaten. Mit einer tabellenwirksamen Lohnerhöhung von 5,1 Prozent bewegen wir uns im Vergleich zu den jüngsten Abschlüssen anderer Branchen im obersten Bereich.
„Tarifpolitik kann die wirtschaftlichen Realitäten, in denen sich unsere Unternehmen bewegen, nicht ausblenden. Ein Abschluss jenseits dieser Grenzen würde die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Betriebe nachhaltig gefährden – und damit letztlich auch Beschäftigung und sichere Arbeitsplätze in den deutschen Seehäfen“, betont ZDS-Verhandlungsführer Torben Seebold.
Wir erwarten deshalb von ver.di, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche anzuerkennen und auf dieser Grundlage zu einer verantwortungsvollen Lösung beizutragen. Die Androhung von neuerlichen Streiks ist in dem Zusammenhang unverhältnismäßig. Wir erwarten ein verantwortungsvolles Handeln der Gewerkschaft, das die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der deutschen Seehäfen nicht gefährdet.







