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Schließung von EU-Häfen für russische Schiffe

08.04.2022 | Pressemitteilung

Deutsche Seehäfen unterstützen Anlaufverbot

Hamburg – Die deutsche Hafenwirtschaft unterstützt die Sanktionen der Europäischen Union im Zusammenhang mit dem menschenverachtenden und völkerrechtswidrigen Krieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine. Die deutschen Seehäfen tragen auch die neuen Handelssanktionen und das Verbot von Anläufen europäischer Häfen durch Schiffe unter russischer Flagge mit.

„Das heute von der Europäischen Union ausgesprochene Verbot von Anläufen europäischer Seehäfen für Schiffe unter russischer Flagge trifft russische Reedereien, Schiffsbetreiber und Anteilseigner“, sagt Daniel Hosseus, Hauptgeschäftsführer des ZDS. „Wir unterstützen das Anlaufverbot. Der Seeverkehr zwischen Russland und Deutschland wird jedoch hauptsächlich von nicht-russischen Schiffen abgewickelt.“

Im Jahr 2021 verzeichneten deutsche Seehäfen nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes 106 172 Schiffsankünfte. Davon entfielen lediglich 365 Ankünfte auf Schiffe unter russischer Flagge.

Der Seegüterumschlag mit der Ein- und Ausladeregion Russland machte im Jahr 2021 mit 26,6 Millionen Tonnen etwa neun Prozent des Gesamtumschlags deutscher Seehäfen (288,7 Millionen Tonnen) aus. Der größte Anteil entfiel mit rund 18 Millionen Tonnen auf Importe von Kohle, Öl und Mineralölerzeugnissen aus Russland.