Neuer Marinehafen entsteht in Emden: Starkes Signal für Deutschlands Verteidigungsfähigkeit

  • Wichtiger Schritt der Zeitenwende: Neuer Marinehafen in Emden stärkt Deutschlands Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit.
  • Seehäfen als strategische Infrastruktur: Entscheidung unterstreicht ihre Schlüsselrolle für militärische Mobilität, Resilienz und Deutschland als Drehscheibe der NATO.
  • Gesamtstaatliche Aufgabe: Nach Emden und Bremerhaven muss die Bundesregierung die militärische Ertüchtigung weiterer Hafenstandorte an Nord- und Ostsee in den Blick nehmen.

Berlin/Hamburg – Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) begrüßt die Ankündigung der Bundesregierung, in Emden einen weiteren Marinehafen aufzubauen. Die heute vor Ort von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius unterzeichnete Absichtserklärung ist ein wichtiger Schritt im Zuge der militärischen Zeitenwende. Sie stärkt die Verteidigungs- und Bündnisfähigkeit Deutschlands und unterstreicht zugleich die strategische Bedeutung der deutschen Seehäfen für die Sicherheit und Resilienz des Landes.

„Die Entscheidung für Emden ist ein starkes Signal: Die Zeitenwende erreicht zunehmend auch unsere Hafeninfrastruktur. Wer Deutschland als militärische Drehscheibe Europas stärken will, braucht leistungsfähige, resiliente und entsprechend ausgestattete Seehäfen. Der neue Marinehafen in Emden ist deshalb weit mehr als eine wichtige Standortentscheidung. Er ist eine Investition in die Sicherheit unseres Landes und unsere Handlungsfähigkeit innerhalb der NATO“, erklärt ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger.

Die Ankündigung folgt nur wenige Tage auf den Besuch von Bundesverteidigungsminister Pistorius in Bremerhaven. Dort hatten sich der Bund, das Land Bremen und die BLG Logistics auf den Aufbau eines sogenannten Deployment Hubs verständigt. Für die militärische Ertüchtigung des Standorts sind Bundesmittel in Höhe von 1,35 Milliarden Euro vorgesehen.

Für den ZDS stehen beide Entscheidungen in einem unmittelbaren strategischen Zusammenhang: Sie verdeutlichen, dass die deutschen Seehäfen nicht allein Wirtschafts- und Logistikstandorte sind, sondern zugleich unverzichtbare Bestandteile der nationalen und europäischen Sicherheitsarchitektur.

Keisinger: „Emden und Bremerhaven zeigen, dass die Bundesregierung die gesamtstaatliche Bedeutung unserer Seehäfen zunehmend anerkennt und daraus konkrete Konsequenzen zieht. Das ist ausdrücklich zu begrüßen. Entscheidend ist nun, die militärische Zeitenwende konsequent auf weitere Hafenstandorte an Nord- und Ostsee zu übertragen. Denn Verteidigungsfähigkeit braucht nicht nur eine leistungsfähige Bundeswehr, sondern ebenso eine leistungsfähige zivile Infrastruktur. Die Modernisierung und der Schutz unserer Seehäfen sind eine nationale Aufgabe, bei der auch der Bund dauerhaft Verantwortung übernehmen muss.“

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