Pressemitteilung,
HAMBURG – Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) erwartet einen transparenten Abstimmungsprozess nach der vierten Verhandlungsrunde.
Die Arbeitgeber haben in der zurückliegenden Verhandlungsrunde bewusst zwei konkrete und abschlussfähige Angebotsoptionen vorgelegt. Durch zahlreiche Gespräche in den vergangenen Wochen haben die Arbeitgeber die unterschiedlichen Eindrücke und Vorstellungen der Beschäftigten in Bezug auf die Laufzeit und Ausgestaltung eines Lohnabschlusses erhalten.
Die beiden Varianten tragen diesen Vorstellungen Rechnung und decken die Bandbreite an Erwartungen ab:
Variante 1: Laufzeit 18 Monate, 5,1 Prozent tabellenwirksame Lohnerhöhung, garantierte Erhöhung des Stundenlohns um 1,20 Euro, Erhöhung der Zulage für Beschäftigte der Vollcontainerbetriebe um 616 Euro auf 5.000 Euro, sowie ein nochmals erhöhtes Urlaubsgeld im Vergleich zum vorherigen Angebot in Höhe von 300 Euro (150 Euro in 2027, 150 Euro in 2028). Das entspricht einem Gesamtvolumen von bis zu 6,64 Prozent über 18 Monate.
Variante 2: Laufzeit 12 Monate, 3,4 Prozent tabellenwirksame Lohnerhöhung, 416 Euro mehr Containerzulage und 200 Euro mehr Urlaubsgeld. Das entspricht einem Gesamtvolumen von bis zu 4,43 Prozent über 12 Monate.
Beide Modelle sind aus Sicht des ZDS abschlussfähig. Das 12-Monats-Angebot wurde zusätzlich zum bisherigen Angebot entwickelt, um dem von ver.di und aus Teilen der Belegschaft geäußerten Wunsch nach einer kürzeren Laufzeit Rechnung zu tragen. Im wirtschaftlichen Volumen entspricht es dem neuen Angebot über 18 Monate, umgerechnet auf 12 Monate.
Beide Modelle liegen im Branchenvergleich am oberen Ende und bringen die Mitgliedsunternehmen an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
Ver.di stellt seinen Mitgliedern nun jedoch ausschließlich das 12-Monats-Modell zur Abstimmung. Damit wird den Beschäftigten die mit den Angeboten beabsichtigte Wahlmöglichkeit genommen.
Der ZDS erwartet, dass ver.di seinen Mitgliedern beide Angebote zur Abstimmung stellt.
Der Tarifvertrag gilt für rund 11.000 Beschäftigte in den tarifgebundenen Hafenbetrieben in Brake, Bremen/Bremerhaven, Emden, Hamburg und Wilhelmshaven







